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Fachmesse Druck+Form

Digitale Kompetenz im Herzen der wirtschaftsstÀrksten Region Europas

09/2016
druckdeal.de

Keine Frage: Die Druckbranche ist extrem kribbelig und quirlig. Kaum vergeht ein Jahr, ohne neue technische Innovationen, die teils völlig neue und teils langjÀhrige Trends einleiten. Muss ich mir aber deshalb einen Messebesuch geben?

Gelegentlich wird man auf einer Fachmesse mit gĂ€nzlich anderen Themen bereichert als die, die auf der Besuchsplanung standen. Die Möglichkeiten fĂŒr GeschĂ€ftsstrategien fĂŒr die grafische Industrie waren nie so groß wie derzeit. Insbesonders, wenn sich auf Messen wie der Druck+Form in Sinsheim die Aussteller die nötige Zeit nehmen, entdecken Besucher hĂ€ufig gĂ€nzlich neue GeschĂ€ftsbereiche, die ihnen im hektischen TagesgeschĂ€ft verborgen blieben.

Messebesuche kosten Aufwand. Ein oder zwei Tage sollten schon kalkuliert werden, soweit echtes Interesse an neuen Innovationen besteht. Viele der auf der Fachmesse Druck+Form vorgestellten Neuerungen, haben dort sogar Weltpremiere gefeiert, so wie dieses Jahr das „Multiflexible Inline-System“ zum Rillen und Falzen, prĂ€sentiert von MB BĂ€uerle. Der Benefit ist unbestritten.  

Nicht selten waren und sind neue Maschinen und Technologien der Grundstein fĂŒr gĂ€nzlich neue GeschĂ€ftskonzepte. Plötzlich konnten Produkte und Dienstleistungen angeboten werden, die den Nerv bei der eigenen Kunden perfekt, ja teils sogar um LĂ€ngen perfekter getroffen haben, als bisherige Angebote. FĂŒr viele Besucher war der Tag auf der Fachmesse Druck+Form eine Grundsteinlegung. Ein echter Neuanfang.

Individualdruck ist der mittlerweile allseits gängige Begriff für Drucksachen, die in weiten Teilen individuell und nicht etwa im Sammeldruck hergestellt werden. In diesem Bereich sind in den vergangenen Jahren sensationelle neue Produktionsmöglichkeiten entstanden. Im Zeitalter gestiegener Onlinemarketingkosten, ist Print und sind analoge Marketingstrategien insgesamt extrem im Aufwind. Digitale Flüchtigkeit, vergleichbar mit der Unsichtbarkeit gewöhnlicher, analoger Discount-Massenmedien, verleihen individuellen Drucksachen derzeit Flügel.

Wie das wohl war?

Was mögen wohl die BeweggrĂŒnde dieser Unternehmen gewesen sein, Zeit und Aufwand in den Messebesuch der Druck+Form zu investieren? Reine Neugierde und das zufĂ€llige Finden einer gĂ€nzlich neuen Strategie auf Basis neuer technischer Lösungen? Oder doch die feste Absicht einer bestimmten Investition? Was gab schließlich den Ausschlag fĂŒr den Kauf?

Ein intensives GesprĂ€ch vor Ort? Das Erleben bestimmter Technologien im realen Einsatz? Die Zeit, die man sich speziell auf dieser Fachmesse nimmt, um entscheidend tiefer in Fragestellungen einzutauchen als auf großen Messen ĂŒblich?

Die Druck+Form in Sinsheim ist ĂŒber die Jahre besonders als Ordermesse bekannt geworden. Das Klima hier ist weniger hektisch und von flĂŒchtigen GesprĂ€chen am Rande geprĂ€gt, wie auf vergleichbaren Fachmessen. Eben dies wirkt sich ganz deutlich auch auf die Abschlussquoten aus.

Druck+Form = Nah+Intensiv

Immer wieder hörten wir von Druckereien, dass besonders die IntensitĂ€t der GesprĂ€che, mehr Ruhe und Zeit fĂŒr Details am Messestand zu einer viel intensiveren BeschĂ€ftigung mit einer neuen Technologie gefĂŒhrt hat. Plötzlich gingen TĂŒren auf, die im Zuge eines flĂŒchtigen GesprĂ€ches gar nicht erst erkannt worden wĂ€ren.

Druck+Form = Inspiration+Trends

Auch die Besucher, die nur bestimmte Neuerungen sehen wollten, haben sich in den vergangenen Jahren links und rechts des geplanten Besuchsweges zusÀtzlich inspirieren lassen. Derlei Möglichkeiten gibt es auch 2016 reichlich. Nur ein kleiner Auszug:

  • Aussellerverbund R&S Grafische Maschinen und FKS, u. a. mit neuen Lösungen speziell fĂŒr den Digitaldruck, Sammelheften und Multifinishing.
  • Softwareschmieden zeigen umfassende Möglichkeiten der Vernetzung von Maschinen und Prozessen. 
  • Die Hochschule der Medien Stuttgart und der OE-A, Organic and Printed Electronics Association zeigt den Siegeszug von gedruckter Elektronik (Printed Electronics) auf. Zu sehen sind beispielsweise gedruckte Batterien, 600 ÎŒm flach und nicht viel grĂ¶ĂŸer als eine Briefmarke, gedruckte Autoantennen, elektronische Pflaster u.v.m.

 

Zeit haben. Aufeinander eingehen. Sich zurückziehen können, gerade nicht nur im Gang stehen und spüren, dass die Mitarbeiter am Messestand mit ihren Blicken schon wieder ganz woanders sind: Die Druck+Form steht gerade für dieses Klima des intensiven Austausches zwischen Ausstellern und Besuchern. So bleibt nicht nur Zeit für entscheidende Fakten und Details. Auch die Beziehung zwischen Besuchern und Ausstellern ist hier somit häufig deutlich und entscheidend intensiver als auf herkömmlichen Fachmessen.

Viele Erfolgsgeschichten beginnen mit „... ZufĂ€llig“.

Diese bekannte Weisheit „hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott“, die auch aus dem Munde vieler Druckereien zu hören ist, steht Modell fĂŒr die Frage, in wie weit sich Druckereien in eine AbhĂ€ngigkeit großer Druckfabriken begeben wollen, sei es wegen des Preiskampfes oder produktionstechnisch gesehen oder doch lieber selbstĂ€ndig mit neuen Ideen und Produktionsmöglichkeiten agieren wollen.  

Oft ist gerade nur ein Detail, ein bestimmter Anstoß, vielleicht auch ein Kennenlernen mit einer Person, das gar nicht geplant war, auschlaggebend fĂŒr einen entscheidenden Kurswechsel in der eigenen GeschĂ€ftsstrategie.

TatsĂ€chlich beginnen viele Erfolgsgeschichten mit „ZufĂ€llig ...“. Die Druck+Form ist die kleinste unter den Branchenmessen, fĂŒr viele aber gerade wegen der Zeit zum Erkennen entscheidender Details die feinste. Nicht von ungefĂ€hr bekam die Messe von den Ausstellern selber beilĂ€ufig den Untertitel „Ordermesse“.

Fakten und Daten, 22. Druck+Form

  • Datum: 12. bis 15. Oktober 2016
  • WeiterfĂŒhrende Informationen
  • Ort: Sinsheim, Messe Sinsheim, Halle 6 
  • Besucher: Circa 4.000 
  • Aussteller: Circa 100 aus verschiedenen Nationen 
  • Überblick: Website der Druck- und Form 
  • Tickets: Kostenfreie Tickets können direkt in der Ausstellerliste bei den Ausstellern bestellt werden.

Lohnt sich also der Messebesuch? Ja, gerade in unserer Branche, denn ein persönliches GesprĂ€ch mit der gebotenen Ruhe und das Testen der Maschine im echten Lauf ist durch nichts und schon gar nicht durch alternative digitale PrĂ€sentationen zu ersetzen. 

 

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